Migration und Integration

Aktuell:

Aufruf zum Aktionstag für die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) 2018

Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege rufen die Träger der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) dazu auf, am 20. September 2018 vor Ort den vierten Aktionstag zur MBE durchzuführen.
Ziel ist, die Abgeordneten des Deutschen Bundestages in ihren Wahlkreisen vor der heißen Phase der Haushaltsberatungen im Herbst für die Bedeutung der MBE im Integrationsprozess zu sensibilisieren und eine weitere, deutliche Erhöhung des Haushaltstitels für 2019 zu fordern.

Zum vollständigen Aufruf der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege

Faktenblatt zum MBE Aktionstag

 

Erfolg für das Land bei der Integrationsministerkonferenz

Die Integrationsministerkonferenz hat drei Anträge aus Baden-Württemberg mit großer Mehrheit beschlossen. Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha zeigte sich erfreut darüber, dass die Initiativen des Landes zur Integration Geflüchteter auf dem Arbeitsmarkt bundesweit Gehör finden.

Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha wertet die 13. Integrationsministerkonferenz (IntMK) in Nürnberg als vollen Erfolg. Die für Integration zuständigen Ministerinnen und Minister der Länder hätten ein starkes Signal der Einigkeit gesetzt. „Ich freue mich sehr darüber, dass die Konferenz drei Anträge aus Baden-Württemberg mit großer Mehrheit beschlossen hat“, sagte Lucha nach der zweitägigen Veranstaltung.

Bei den Beratungen in Nürnberg seien die Länder auf Initiative Baden-Württembergs beim Thema „Integration Geflüchteter auf dem Arbeitsmarkt“ einen wichtigen Schritt vorangekommen, so Lucha: „So fordern wir die neue Bundesregierung auf, die Duldung für Geflüchtete einzuführen, die ihre im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen anerkennen lassen wollen. Außerdem soll eine Förderlücke geschlossen werden, die Geflüchtete an der Aufnahme einer Ausbildung oder eines Studiums hemmt.“

Erfolgreiche Anträge zur Integration Geflüchteter auf dem Arbeitsmarkt

In den beiden Anträgen geht es konkret darum, dass Geflüchtete im Berufsanerkennungsverfahren künftig bis zu dessen Abschluss geduldet werden und anschließend ein zweijähriges Aufenthaltsrecht für die Beschäftigung im anerkannten Beruf erhalten. Minister Lucha betonte: „Es ist nicht zielführend, qualifizierte Geflüchtete schlechter zu stellen als solche, die erst eine Ausbildung beginnen möchten.“ Die Integrationsministerkonferenz fordere den Bund deshalb dazu auf, auch für bereits qualifizierte Geflüchtete, die auf dem Weg zur Berufsanerkennung sind, eine Bleibeperspektive zu bieten. „Statt talentierte junge Menschen abzuschieben, geben wir ihnen eine Chance und tragen so gleichzeitig zur Fachkräftesicherung bei.“

Darüber hinaus sei in Nürnberg beschlossen worden, eine Förderlücke für ausbildungs- und studienwillige Geflüchtete zu schließen. In bestimmten Fällen erhalten diese bei der Aufnahme einer Ausbildung oder eines Studiums trotz Bedarf weder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz noch BAföG. Nach der derzeitigen Rechtslage kann es laut Lucha zu der absurden Situation kommen, dass sich ein ausbildungswilliger junger Mensch schlechter stellt, wenn er eine Ausbildung oder ein Studium aufnimmt als wenn er es sein lässt. „Das macht weder integrations- noch arbeitsmarkt- oder wirtschaftspolitisch Sinn. Hier muss der Bund nachbessern.“

Ausweitung der 3+2-Regelung im neuen Koalitionsvertrag in Berlin

Lucha äußerte sich in Nürnberg zufrieden darüber, dass die von Baden-Württemberg ausgehenden Initiativen zur Integration Geflüchteter auf dem Arbeitsmarkt bundesweit Gehör finden. Baden-Württemberg hatte bereits auf der letzten Integrationsministerkonferenz in Friedrichshafen am Bodensee erfolgreich dafür geworben, die sogenannte 3+2-Regelung für geflüchtete Auszubildende ohne Schutzstatus auch auf einjährige Helferberufe auszuweiten, um Rechtssicherheit sowohl für Geflüchtete als auch für ausbildende Betriebe zu schaffen. Die Regelung bedeutet, dass Flüchtlinge während ihrer Ausbildung eine Duldung und anschließend ein zweijähriges Aufenthaltsrecht für die Beschäftigung im erlernten Beruf erhalten.

„Ich freue mich, dass unsere Forderung jetzt fast wortgleich im neuen Koalitionsvertrag in Berlin aufgegriffen worden ist. Das ist ein gutes Signal an alle geflüchteten Menschen, die sich integrieren, die Sprache lernen und eine Ausbildung beginnen wollen.“

Forschungsprojekt soll Leistungen von Migranten beleuchten

Abschließend betonte der Minister, dass der Begriff „Integration“ nicht zu verkürzen sei auf diejenigen Geflüchteten, die in den letzten Jahren in Deutschland Schutz gesucht hätten. „Ich erinnere zum Beispiel daran, dass die erste Generation der sogenannten Gastarbeiter für den Wiederaufbau und die Prosperität der Bundesrepublik Deutschland einen zentralen Beitrag geleistet hat. Im Sinne einer Kultur der Wertschätzung und Anerkennung muss aus übereinstimmender Sicht aller Länder diese Leistung noch stärker als bisher anerkannt, gewürdigt und in die Öffentlichkeit getragen werden“, so Lucha.

Deshalb habe die Integrationsministerkonferenz nun den Bund beauftragt, gemeinsam mit den Ländern ein Forschungsprojekt zur Geschichte der Migration in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR auf den Weg zu bringen und dabei die wertvollen Beiträge sehr vieler Migrantinnen und Migranten an der Entwicklung Deutschlands ans Licht zu bringen.

Integrationsministerkonferenz

Die Integrationsministerkonferenz findet jedes Jahr in einem anderen Bundesland statt. Am 1. Oktober 2017 hatte Bayern turnusgemäß den Vorsitz und damit die Gastgeberschaft von Baden-Württemberg übernommen.

Quelle: www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/erfolg-fuer-baden-wuerttemberg-bei-der-integrationsministerkonferenz/

Fortbildung zum Integrationsmanager

Die Liga der freien Wohlfahrtspflege Baden-Württemberg bietet in Zusammenarbeit mit verschiedenen Bildungsträgern eine Fortbildungsreihe zum/zur Integrationsmanager_in an. Die Schulung ist auch für andere Berufsgruppen nutzbar, z.B. Fachberater_innen in der Asylverfahrens- und Sozialberatung, Mitarbeitende in der Flüchtlingssozialarbeit oder andere Sozialarbeiter_innen, die mit Zugewanderten arbeiten.

Die Schulungsreihe ist modular aufgebaut und kann als Gesamtqualifizierung genutzt werden, es können aber auch nur einzige Module belegt werden. Weiter Information zu den Inhalten und zur Anmeldung sind im Flyer und auf der Homepage der Evangelischen Hochschule Freiburg unter www.eh-freiburg.de/wb-integration sowie auf der Homepage der Paritätischen Akademie Süd GmbH unter www.akademiesued.org zu finden.

Kontakt im Badischen Roten Kreuz:
Dr. Angelika Mölbert
Tel.: 0761/88336-251
angelika.moelbert@drk-baden.de

Migration und Integration

Migration ist ein weltweites Phänomen. Viele Menschen verlassen ihre Heimat aufgrund von Krieg, Verfolgung oder Bedrohung, viele sind aus materieller Not gezwungen, für sich und ihre Familien nach besseren Lebenschancen zu suchen. 

In Baden-Württemberg leben zurzeit rund 1,2 Mio. Menschen mit ausländischem Pass, das sind 11,8% der Gesamtbevölkerung. Der Anteil von „Menschen mit Migrationshintergrund“ liegt bei 25% der Gesamtbevölkerung. Dazu zählen neben den Zuwanderern diejenigen Personen, welche die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen haben, welche als Aussiedler oder Spätaussiedler eingewandert sind sowie die Kinder von Spätaussiedlern und Eingebürgerten. Das heißt, jeder vierte Bürger in Baden-Württemberg verfügt über einen Migrationshintergrund. Migration hat viele Facetten, sowohl für die Menschen, die kommen als auch für die Aufnahmegesellschaft. Für den Einzelnen ist die eigene Migration oft ein schwieriger Prozess, denn er bringt den Verlust von Heimat, von Familie, sozialem Ansehen und kultureller Verortung mit sich. Insbesondere Zuwanderer, die als Flüchtlinge und Asylsuchende kommen, brauchen besonderen Schutz, humanitäre Hilfe und menschliche Solidarität. Migration bedeutet aber auch die Chancen auf Schutz und Sicherheit, Lebensqualität und neue Perspektiven für das kulturelle Selbstverständnis. Nicht nur für die Migranten selbst. Für die Aufnahmegesellschaft ist Zuwanderung ein wichtiger demografischer Faktor, denn Migranten bringen Potentiale und Ressourcen mit, welche zur Stärkung der Wirtschaft und zur Sicherung des Sozialsystems notwendig sind. Darüber hinaus bereichern sie unsere Kultur auch im zwischenmenschlichen, intellektuellen, künstlerischen und politischen Leben. Beide Aspekte von Migration – kulturelle Vielfalt und menschliche Solidarität - leiten die DRK-Migrationsarbeit, im Sinne des Rotkreuz-Grundsatzes: „Leben und Gesundheit schützen und der Würde des Menschen Achtung verschaffen“. Unsere Integrationsarbeit hat folgende Schwerpunkte: 

Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE)

Mit dem neuen Zuwanderungsgesetz wurde ab Januar 2005 die gesetzliche Grundlage für ein vernetztes Integrationsangebot geschaffen. 
Gemeinsam mit den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege hat das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ein Beratungsprogramm für erwachsene Ausländer und mit gesichertem Aufenthaltsstatus sowie für Spätaussiedler entwickelt und umgesetzt. Das Ziel der Migrationsberatung besteht darin, bei Neuzuwanderern den Integrationsprozess zu initiieren und je nach Bedarf zu steuern und zu begleiten. Für Menschen mit Migrationshintergrund, die schon länger in Deutschland leben, wird über die MBE nachholende Integrationsarbeit geleistet. 
Die Beratung erfolgt über hauptamtliche Migrationsberater auf der Grundlage eines professionellen Fallmanagements. Dabei ermitteln Berater und Klienten gemeinsam einen Förderplan. Im Mittelpunkt des Förderplans stehen das Erlernen der deutschen Sprache, das Kennenlernen des neuen Lebensumfeldes und der Einstieg in Schule, Ausbildung und Beruf. 

Das Badische Rote Kreuz ist an fünf Standorten in Baden-Württemberg als Träger in diesem Bundesprogramm tätig:

DRK-Kreisverband Emmendingen: 
www.drk-emmendingen.de
Ansprechpartner: Gert Suchanka 
E-Mail: suchanka(at)drk-emmendingen.de

DRK-Kreisverband Freiburg: 
www.drk-freiburg.de
Ansprechpartnerin: Martina Eichert-Armbruster 
E-Mail: migrationsberatung(at)drk-freiburg.de 

DRK-Kreisverband Konstanz:
www.drk-kn.de 
Ansprechpartnerin: Natascha Garvin 
E-Mail: info(at)drk-meb.de

DRK-Kreisverband Müllheim 
www.kv-muellheim.drk.de
Ansprechpartnerin: Marie-Luise Weirich 
E-Mail: m.weirich(at)kv-muellheim.drk.de 

DRK-Kreisverband Villingen-Schwenningen
www.drk-vs.de
Ansprechpartnerin: Dorothee Stoffers
dorothee.stoffers(at)drk-vs.de

DRK-Kreisverband Wolfach: 
www.kv-wolfach.drk.de
Ansprechpartner: Günter Waidele 
E-Mail: g.waidele(at)kv-wolfach.drk.de

Gefördert durch die Europäische Union Europäischer Rückkehrfonds

Rückkehrberatung für Flüchtlinge 

Flüchtlinge verlassen ihre Heimat aufgrund von Vertreibung, Verfolgung, Krieg oder Bürgerkrieg. Sind die Krisen im Heimatland überwunden, besteht bei vielen der Wunsch nach Rückkehr in die Heimat. Häufig steht diesem Wunsch die Angst vor dem Neubeginn, dem Unbekannten, vor Verfolgung, Versagen und finanziellen Schwierigkeiten gegenüber. Der DRK-Kreisverband Freiburg hat in Zusammenarbeit mit dem DRK-Landesverband für diese Personen eine Beratungsstelle eingerichtet. In einer ergebnisoffenen Beratung unterstützt die Beratungsstelle Flüchtlinge bei der Entscheidungsfindung, gibt ihnen Informationen über die Situation im Heimatland und hilft bei den vielfältigen Anforderungen für die Rückkehr und die Reintegration. Neben der individuellen personenbezogenen Hilfe ist die Beratungsstelle auch eine Informationsstelle für Institutionen, Verbände und Initiativen in Südbaden. 

Kontakt: 
DRK-Kreisverband Freiburg Perspektiv- und Rückkehrberatung
www.drk-freiburg.de

Ansprechpartnerinnen: 
Ursula Schneider und Tinna Leutert
E-Mail: rueckkehrberatung@drk-freiburg.de
Tel.: 0761-4517062
Flurstr. 2
79114 Freiburg

Bürozeiten: 
Montag: 14.00 - 17.00 Uhr
Dienstag - Freitag: 09.00 - 13.00 Uhr und 14.00 - 15.00 Uhr

Flüchtlingssozialarbeit

Eine zentrale Aufgabe der Flüchtlingssozialarbeit bilden die Beratung und Betreuung von Flüchtlingen, Asylbewerbern und Spätaussiedlern. Dazu gehören Hilfeleistungen zur Bewältigung des Alltags, bei Behördengängen, bei Fragen zu Bildung, Ausbildung und Arbeit, bei familiären Problemen oder bei Rückkehrabsichten. Außerdem bieten die Beraterinnen und Berater psychosoziale Betreuung von traumatisierten Flüchtlingen, Bildungsangebote sowie Freizeitbeschäftigungen.
Die Beratungs- und Betreuungsangebote der DRK-Kreisverbände variieren je nach Standort und sind angepasst an die Bedarfe vor Ort. 

Standorte und Kontakte: 

DRK-Kreisverband Freiburg 
www.drk-freiburg.de 
Ansprechpartnerin: Sigrid Leder-Zuther 
E-Mail: sozialarbeit@drk-freiburg.de 

DRK-Kreisverband Villingen-Schwenningen 
www.drk-vs.de 
Ansprechpartnerinnen: Elisabeth Renkert und Sabine Mund 
E-Mail: sozialdienst.asyl@drk-vs.de 

Gefördert durch die Europäische Union Europäischer Rückkehrfonds

Take care!

Take care! Geschlechtsspezifische Gesundheitsaufklärung, Gewalt-, Sucht- und HIV/STI-Prävention für Flüchtlinge

Flüchtlinge und Asylbewerber sind durch die Flucht aus ihrer Heimat besonderen körperlichen und seelischen Belastungen ausgesetzt. Deshalb gehören sie zu den am meisten gefährdeten und vulnerablen Zuwanderungsgruppen. Mangelhafte Ernährung und insgesamt krankheitsfördernde Lebensumstände, aber auch Angst, Stress und schwerwiegende Verlusterfahrungen führen zu enormen Belastungen bis hin zu Traumatisierungen. Viele Menschen haben auf ihrer Flucht Gewalt, Folter, sexuelle Übegriffe am eigenen Körper oder Gewalt bei anderen miterlebt. Im Aufnahmeland kommen weitere Schwierigkeiten hinzu: fehlende Deutschkenntnisse, der kulturelle Schock in einer fremden Gesellschaft und Kultur, aufenthaltsrechtliche Unsicherheit sowie eingeschränkte Mobilität. Aufgrund dieser prekären Lebenssituation leiden viele Flüchtlinge an multiplen psychischen und physischen Problemlagen. Davon sind oft ganze Familien betroffen. Das Projekt „Take care!“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit einem innovativen Konzept zur Verbesserung der Lebenssitution und der Zukunftsperspektive von Flüchtlingen beizutragen. Dabei stehen ganzheitlichen Maßnahmen zur Partizipation an der eigenen sozialen Umwelt, zum Empowerment für die eigene Gesundheitssorge und zum Schutz vor Sucht, Gewalt und (sexuellen) Übergriffen und damit auch vor STIs im Vordergrund. 

Gefördert vom Europäischen Flüchtlingsfonds (EFF) wird das neue Modellprojekt unter Leitung des Badischen Roten Kreuzes in Zusammenarbeit mit der Aids-Hilfe Freiburg und den DRK-Kreisverbänden Freiburg und Villingen-Schwenningen mit einer Laufzeit von drei Jahren durchgeführt. 

Kooperationspartner und Kontakte: 

Projektleitung: 
DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz 
www.drk-baden.de 
Ansprechpartnerin: Dr. Angelika Mölbert 
E-Mail: angelika.moelbert@drk-baden.de 

AIDS-Hilfe Freiburg e.V. 
www.aids-hilfe-freiburg.de 
Ansprechpartnerin:Ulrike Hoffmeister 
E-Mail: geschaeftsfuehrung@aids-hilfe-freiburg.de 

DRK-Kreisverband Freiburg 
 www.drk-freiburg.de 
Ansprechpartnerin: Sandra Megahed 
E-Mail: sandra.megahed@drk-freiburg.de 

DRK-Kreisverband Villingen-Schwenningen 
www.drk-vs.de 
Ansprechpartnerinnen: Sabine Mund 
E-Mail: sabine.mund@drk-vs.de 

Schulsozialarbeit

Der DRK-Kreisverband Freiburg ist an sieben Freiburger Schulen mit hauptamtlichen Schulsozialarbeitern aktiv. Zur Förderung und Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in das deutsche Schulsystem bietet die Schulsozialarbeit Deutschunterricht sowie fachliche Hilfe bei der soziokulturellen Integration.

In der Karlschule, der Reinhold-Schneider-Schule und der Weierhofschule werden Schülerinnen und Schüler im Alter von 6-16 Jahren, sowohl auf den Unterricht in deutschen Regelklassen vorbereitet, als auch in den Regelklassen begleitet.
Die Schulsozialdienste des DRK verstehen sich als außerschulische Bildungseinrichtung an der Schule. Die ausländischen Schüler werden in ihren besonderen Lebenslagen individuell gefördert und unterstützt. Je nach Schulform beinhaltet die Arbeit hierbei folgende Schwerpunkte:
• psychosoziale Einzelfallhilfe
• sozialpädagogische Intensivgruppen mit dem Schwerpunkt soziales Lernen
• Konfliktmanagement
• Erlebnispädagogik

Kontakt:
DRK-Kreisverband Freiburg
www.drk-freiburg.de

Ansprechpartnerinnen:
Carmen Giesin, Elisabeth Götz und Katrin Riwotzki
E-Mail:
giesin@karlschule.fr.bw.schule.de
reinhold-schneiderschule@drk-freiburg.de
weiherhofschule@drk-freiburg.de

Interkulturelle Öffnung

Wir leben in einer Gesellschaft, die von kultureller Vielfalt geprägt ist. Zuwanderer und deren Kinder sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Bevölkerung. Laut statistischem Landesamt Baden-Württemberg lebten 2007 mehr als 2,7 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Baden-Württemberg – mit steigender Tendenz, wenn wir die Statistiken der Kinder und Jugendlichen betrachten.
Das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft verändert nicht nur die deutsche Gesellschaft. „Es ist auch eine Herausforderung für das Deutsche Rote Kreuz, das mit mehr als vier Millionen Mitgliedern in ihr verankert ist. Jeden Tag treffen engagierte ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Menschen aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Bedürfnissen.“

Eine Herausforderung für das Deutsche Rote Kreuz
Mit dem seit vielen Jahren bestehenden Arbeitskreis „Migranten als Partner“ wurde die Interkulturelle Öffnung (IKÖ) im DRK direkt ans Präsidium des Bundesverbandes angebunden. Durch die Umbenennung in „Steuerungsgruppe Interkulturelle Öffnung“ gewann das Arbeistfeld eine höhere Bedeutung für den Verband. So fasste das Präsidium des DRK im März 2009 einen Grundsatzbeschluss: „Das Thema Integration, Migration und interkulturelle Öffnung soll über alle Bereiche vernetzt mit messbaren Zielen für 2010 und die gesamte nächste Wahlperiode des Präsidiums ausgestaltet werden.“ Das Generalsekretariat informierte seine Gliederungen in einem Rundschreiben über diesen Beschluss, mit der Bitte um Umsetzung der Maßnahmen.

IKÖ und das Badische Rote Kreuz
Auch das Badische Rote Kreuz beschäftigt sich seit einigen Jahren mit der Interkulturellen Öffnung. Der Landesausschuss verabschiedete 2004 die IKÖ unseres Verbandes als strategisches Ziel und 2005 installierte der Landesverband deshalb auch eine Steuerungsgruppe „Interkulturelle Öffnung“. Die Analyse einer Befragung zum Stand der IKÖ in den Kreisverbänden und Ortsvereinen im Jahr 2006 zeigte, dass Menschen mit Migrationshintergrund noch nicht entsprechend den demografischen Bevölkerungszahlen in unseren Gliederungen repräsentiert sind. Das Badische Rote Kreuz unterstützt den Beschluss des DRK-Bundesverbandes ausdrücklich. Aus diesem Grund hat die Steuerungsgruppe IKÖ des Landesverbandes einen Maßnahmeplan entwickelt, den das Präsidium am 01. Februar 2010 genehmigte.

Broschüren, Arbeitshilfen

Dr. Angelika Mölbert

Frau Dr. Angelika Mölbert
Tel. 0761 / 88336-251

Spendenhotline

Tel: 0761-88336600

Online Spende

→ mehr

Trace the face - Onlinesuche nach Angehörigen

Finden Sie Ihr DRK vor Ort in Baden

Finden Sie Ihre Angebote in Ihrer Nähe

weitere Informationen unter der DRK-Service-Hotline 0800-1194911