AMIF Projekte

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert

Badisches Rotes Kreuz erfolgreich in der Antragsstellung zu AMIF-Projekten: Zusage für alle drei Projektbereiche aus dem AMIF-Fonds

Für die Förderperiode 2015-2017 wurden alle drei Projektanträge des Landesverbandes Freiburg aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfond (AMIF) von der Europäischen Union (EU) bewilligt. Der AMIF-Fonds tritt die Nachfolge des SOLID-Fonds an, dessen Förderperiode Ende 2014 ausgelaufen war. Besonders stolz ist der Landesverband auf die Förderung in allen drei Bereichen Asyl, Integration und Rückkehr. Dies verstehen wir auch als Anerkennung und Wertschätzung der Projektarbeit der letzten Förderperioden. Das aus dem SOLID-Fonds finanzierte Projekt „take care“ wurde von der EU sogar als „best practice“ Projekt ausgezeichnet. Mit der erneuten Bewilligung kann die gute Zusammenarbeit des Landesverbandes, der Kreisverbände und der AIDS-Hilfe der vergangenen Jahre fortgeführt und weiter entwickelt werden. Im Folgenden werden die drei Projekte kurz vorgestellt:

get together

Das Projekt „get together“ hat den Ansatz der ganzheitlichen Ressourcen-orientierung. Hier stehen nicht die Defizite, sondern die Fähigkeiten, Kenntnisse, Fertigkeiten, die Menschen mitbringen, im Vordergrund. In den Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber_innen ist die Situation gerade im Gesundheitsbereich prekär. Auch in der Sozialberatung, Sprachförderung und bei Bildungsmaßnahmen werden dringend Mittel benötigt. Viele Asylbewerber_innen kommen aus Krisengebieten, in denen Krieg, Gewalt, Folter und Hunger herrschen.

Aufgrund dieser Situation fokussiert das Projekt die Bereiche Gesundheitsberatung, Sucht- und Gewaltprävention, HIV/STI-Prävention sowie Bildung und Arbeit. Maßnahmen sind beispielsweise die Durchführung von Gesundheitssprechstunden, Sportgruppen, Trauma-Arbeit oder Erstellung von Schulungsmodulen in den Bereichen Berufsvorbereitung, Bildung und Gesundheit. So soll das physische und psychische Wohlbefinden der Asylbewerber_innen gestärkt und gemeinsam eine positive Zukunftsperspektive erarbeitet werden. Die Kooperationspartner des Landesverbandes sind die Kreisverbände Freiburg und Villingen-Schwenningen und die AIDS-Hilfe Freiburg.

KOMPASS

Im Projekt „KOMPASS – Kompetent, Aktiv, Selbstständig“ steht die Bildung von Drittstaatenangehörigen im Vordergrund. Aufgrund der langjährigen Erfahrung des Badischen Roten Kreuz in der Migrationsberatung kann festgestellt werden, dass Zugewanderte aus Drittstaaten häufig aus bildungsfernen Kontexten stammen und zu den besonders marginalisierten Gruppen gehören. Eltern haben oft Schwierigkeiten ihr Erziehungsverhalten an die neuen Gegebenheiten im Aufnahmeland anzupassen. Auf der anderen Seite fehlen in hiesigen Bildungseinrichtung oft Kenntnisse zu den Elterngruppen mit Migrationshintergrund.

Das Ziel von KOMPASS ist es deshalb einerseits, Eltern und ihre Kinder im Bildungsraum in alle Regelangebote und sonstige Bildungsangebote einzubinden. Andererseits sollen die Bildungsträger ihre Angebote interkulturell und kultursensibel angepasst haben (siehe auch „Interkulturelle Öffnung“). Durch ein ganzheitliches, zielgruppenorientiertes Bildungsprogramm werden Familien, insbesondere Frauen und Kinder fit für den Bildungsalltag gemacht. Bildungseinrichtungen werden zudem befähigt, interkulturell tragfähige Schule-Eltern-Kinder-Programme für bildungsferne Familien mit Migrationshintergrund durchzuführen. Beispielhafte Maßnahmen sind individuelle Beratung und Kompetenzanalyse von Eltern, Angebote zur Persönlichkeitsstärkung, Qualifizierung von Migrantenorganisationen und die Erstellung eines Bildungskonzepts für bildungsferne Kinder/Jugendliche. Die Kooperationspartner des Landesverbandes sind hier die KV Konstanz, Freiburg und Emmendingen.

Rückkehrberatung

Das Projekt „Rückkehr- und Perspektivberatung in Südbaden“ berät Menschen, die den Wunsch haben, in ihre Heimatländer zurück zu kehren. Flüchtlinge verlassen ihre Heimat aufgrund von Vertreibung, Verfolgung, Krieg oder Bürgerkrieg. Sind die Krisen im Heimatland überwunden, wollen viele in ihre Heimat zurück. Häufig steht diesem Wunsch die Angst vor dem Neubeginn, dem Unbekannten, vor Verfolgung, Versagen und finanziellen Schwierigkeiten gegenüber.

Seit dem 31.12.2007 hat der DRK-Kreisverband Freiburg in Kooperation mit dem DRK-Landesverband eine Beratungsstelle eingerichtet. In einer ergebnisoffenen Beratung unterstützt die Beratungsstelle Flüchtlinge bei der Entscheidungsfindung, gibt ihnen Informationen über die Situation im Heimatland und hilft bei den vielfältigen Anforderungen für die Rückkehr und die Reintegration. Durch die weiterhin steigenden Zahlen an Einreisen von Asylsuchenden ist auch die Anzahl der Rückkehrinteressierten in den vergangenen Jahren stetig angestiegen. Besonders in den Landkreisen wächst der Bedarf an qualifizierter Rückkehrberatung. Ziel des Projektes ist es deshalb, eine „mobile Beratungseinheit“ aufzubauen, um noch mehr Menschen in der Fläche zu erreichen.

Zudem sollen für eine bessere Rückbindung ins Herkunftsland weitere Kooperationsmöglichkeiten, etwa über Rotkreuz- und Rothalbmondstrukturen ausgelotet werden. Beispielhafte Maßnahmen sind neben der Beratung die Erstellung eines Rückmeldebogens für Zurückgekehrte, die Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen zum Informationsgewinn über die Situation in Herkunftsländern und die Entwicklung eines Standards für die Zusammenarbeit mit Ämtern und Behörden.

Frau Dr. Angelika Mölbert
Projektverantwortlich
Tel.: 0761/88336-251
E-Mail: angelika.moelbert(at)drk-baden.de

Frau Annette Tries
Finanzverantwortlich und Controlling
Tel.: 0761/88336-146
E-Mail: annette.tries(at)drk-baden.de

Frau Carmen Fringer
Projektleitung
Tel.: 0761/88336-147
E-Mail: carmen.fringer(at)@drk-baden.de

 

 

 

 

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