Kurse in Erster Hilfe

Beim Deutschen Roten Kreuz lernen Sie in praxisnahen Erste-Hilfe-Lehrgängen, wie Sie mit einfachsten Handgriffen Menschenleben retten. Wir schulen Sie, damit Sie in solchen Situationen besonnen und ruhig bleiben, sich und Ihren Fähigkeiten vertrauen und immer wissen, worauf es ankommt.

Was tun Sie, wenn Ihr Partner sich weder regt noch ansprechbar ist?
Was tun Sie, wenn Sie einen Passanten auf der Straße umfallen sehen, und dieser bewußtlos auf dem Boden liegen bleibt?
Was tun Sie, wenn Ihre kleine Tochter verdächtig still wird und plötzlich blau anläuft - neben ihr ein Putzmittel steht?
Was tun Sie, wenn Sie bei einem Waldspaziergang eine Joggerin über eine Wurzel stürzen sehen und diese mit vor Schmerz verzerrtem Gesicht auf dem Waldboden liegen bleibt?
Was tun Sie, wenn Sie beim Baden im See Hilferufe aus dem Wasser hören?


Sie leisten Erste Hilfe!

Es gibt viele Situationen, in denen wir helfen könnten, zumeist sind es nur wenige Handgriffe, die wir auch einmal bei der Führerscheinprüfung gelernt haben. Aber oft liegt die Führerscheinprüfung schon lange zurück, wir sind unsicher geworden und haben Angst, etwas falsch zu machen. Deshalb bieten die Kreisverbände des Badischen Roten Kreuzes verschiedene Kurse in Erster Hilfe an.

Lebensrettende Sofortmaßnahmen

Das Angebot Lebensrettende Sofortmaßnahmen umfasst die grundlegenden Hilfemaßnahmen. Es ist insbesondere an Unfällen im Straßenverkehr ausgerichtet und eignet sich daher gut für Führerscheinbewerber.
Inhalte des Kurses:

  • Auffinden einer Person
  • Kontrolle der Vitalfunktion
  • Absichern der Unfallstelle
  • Absetzen des Notrufs
  • Stabile Seitenlage
  • Beatmung
  • Herz-Lungen-Wiederbelebung
  • Schock Dauer: 8 Unterrichtsstunden

Geeignet u.a. für die Führerscheinklassen A und B.

Frühdefibrillation

Der plötzliche Herztod ist in Deutschland die Todesursache Nummer eins. Pro Jahr sterben in Deutschland mehr als 100.000 Menschen an plötzlichem Herzversagen. Diese Todesform übersteigt die Häufigkeit des Verkehrsunfalltodes um das 12 fache. Moderne Technik und ein neues Ausbildungsprogramm des Deutschen Roten Kreuzes tragen dazu bei, die Überlebensrate deutlich zu erhöhen.
Etwa 40 - 50 Prozent der Patienten, die vom Rettungsdienst wiederbelebt werden, weisen bei der ersten EKG-Rhythmusanalyse "Kammerflimmern" auf. Es handelt sich hierbei um eine Herzrhythmusstörung, bei der die Muskulatur des Herzens so unkoordiniert arbeitet, dass die Herzmuskelfasern sich ungleichmäßig zusammenziehen, der Herzmuskel insgesamt "flimmert". Infolge dessen wird kein Blut mehr gepumpt, es kann kein Puls mehr getastet werden. Der Patient ist klinisch tot.

Frühdefibrillator
Die einzig wirksame Behandlung des Kammerflimmerns ist die sofortige elektrische Defibrillation, unterstützt von den Basismaßnahmen der Wiederbelebung. Bei der elektrischen Defibrillation wird mittels großflächiger Elektroden ein Stromstoß auf den Körper des Betroffenen abgegeben. Dadurch soll das ungeordnete Fibrillieren der Herzmuskelfasern unterbrochen und in eine regelgerechte Aktion überführt werden. Da der Stromstoß jedoch auch andere Muskeln erreicht, "zuckt" der Patient hierbei insgesamt zusammen. Die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Defibrillation wird entscheidend durch den Faktor Zeit begrenzt. Je früher die Defibrillation durchgeführt wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient überlebt. Eine Kombination aus sofortiger Frühdefibrillation und weiterführenden

Wiederbelebungsmaßnahmen erhöhen die Überlebenschancen des Patienten um bis zu 60 Prozent. Wird hingegen erst nach 10 Minuten defibrilliert, beträgt die Überlebenswahrscheinlichkeit nur ca. 5 %. Da bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes also lebenswichtige Minuten vergehen, ist zu überlegen, ob die Maßnahme der Frühdefibrillation auch an nichtärztliches Personal übertragen werden kann. Die Industrie hat hierzu moderne, automatische Defibrillatoren entwickelt, die das EKG des Patienten über Elektroden aufnehmen, auswerten und bei Vorliegen von Kammerflimmern eine Defibrillation empfehlen. Der Stromstoß muss vom Anwender jedoch selbst ausgelöst werden. Die medizinische Fachkompetenz ist bei diesen Geräten quasi eingebaut. Diese automatisierten externen Defibrillatoren (AED) können selbst die Indikation zur Defibrillation stellen.
Da diese Geräte sehr sicher in der Anwendung sind, haben sich verschiedene medizinische Fachgremien mit der Frage beschäftigt, ob auch Nichtärzte, also Rettungsassistenten, aber auch Sanitäts- und Ersthelfer defibrillieren können und dürfen. In den Leitlinien des European Resuscitation Council (ERC) heißt es hierzu: "Das ERC unterstützt nachdrücklich das Konzept der Frühdefibrillation innerhalb der Überlebenskette. Um das Ziel der Frühdefibrillation zu erreichen, ist es unerlässlich, nicht-ärztlichem Personal die Defibrillation unter bestimmten Bedingungen zu erlauben. Der wissenschaftliche und klinische Beweis spricht mit überwältigenden Daten für diese Strategie."

Erste Hilfe am Kind

Das Angebot "Erste Hilfe am Kind" behandelt die typischen Notfälle im Säuglings- und Kindesalter. Wichtige Hilfsmaßnahmen bei Kindernotfällen können geübt werden. Für Eltern, Großeltern, Erzieher und alle, die mit Kindern zu tun haben, ist die "Erste Hilfe am Kind" eine unschätzbare Möglichkeit, die Gesundheit unserer jüngsten Mitmenschen zu schützen und zu bewahren.

Kursinhalte:

  • Verletzungen/Wunden
  • Verbrennungen
  • Knochenbrüche
  • Schock
  • Kontrolle der Vitalfunktionen
  • Stabile Seitenlage
  • Beatmung
  • Herz-Lungen-Wiederbelebung
  • Vergiftungen
  • Erkrankungen im Kindesalter
  • Impfkalender
  • Verhütung von Unfällen

Erste Hilfe für Sportgruppen

Erste Hilfe für Sportgruppen ist der richtige Kurs für alle aktiven Sportler/innen, aber auch für deren Betreuer/innen, Übungsleiter/innen, Trainer/innen usw..
Im Kurs lernen Sie die typischen Verletzungen im Sportbereich kennen und besprechen deren Vermeidung und Versorgung.
Kursinhalte:

  • Verletzungen des Bewegungsapparates
  • Überlastungsschäden
  • Störungen von Bewusstsein, Atmung, Kreislauf
  • Versorgung von Verletzungen
  • Vermeidung von Sportunfällen

Erste HilfeLehrgang

Der klassische Erste-Hilfe-Lehrgang für alle Lebenslagen: Hier erlernen Sie Kenntnisse und Fähigkeiten, um bei nahezu jedem Notfall in Freizeit und Beruf richtig helfen zu können. Der Erste-Hilfe-Lehrgang beinhaltet die Lebensrettende Sofortmaßnahmen.
Zusätzliche Themen sind:

  • Wundversorgung/Verbände anlegen
  • Umgang mit Knochenbrüchen
  • Verbrennungen
  • Hitze-/Kälteschäden
  • Verätzungen
  • Vergiftungen
  • Zahlreiche praktische Übungsmöglichkeiten

Dauer: 16 Unterrichtsstunden.
Geeignet u.a. für die Führerscheinklassen A, B und C.

Erste Hilfe Training

Im Erste-Hilfe-Training werden Kenntnisse und Übungen aus der Ersten Hilfe wiederholt und vertieft. Insbesondere auf die Herz-Lungen-Wiederbelebung wird verstärkt eingegangen. Sie haben umfangreiche Übungsmöglichkeiten. Er baut auf ihren Kenntnissen der Ersten Hilfe auf, daher sollte der letzte Erste-Hilfe-Kurs nicht zu lange zurückliegen.
Im Erste-Hilfe-Training können Sie

  • Beatmung und
  • Herz-Lungen-Wiederbelebung

ausführlich trainieren. Dauer: 8 Stunden

Erste Hilfe Fresh up

In diesem Kurs können Sie die wichtigsten Erste-Hilfe-Themen auffrischen!
Als Führerscheininhaber können Sie im fresh-up-Kurs anhand von fallbeispielen Ihre Kenntnisse erneuern und festigen.
Kursinhalte: Auffrischung

  • von Absichern der Unfallstelle
  • Notruf
  • Kontrolle der Vitalfunktionen
  • Stabile Seitenlage
  • Blutungen
  • Schock

Dauer: 4 Unterrichtsstunden

Spendenhotline

Tel: 0761-88336600

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