Glaeser erneut im Amt bestätigt

Minister Friedrich zu Gast bei der Jahreshauptversammlung

Bei der Jahreshauptversammlung des Badischen Roten Kreuzes am 20. November in der Gewerbeakademie in Freiburg wurde das Präsidium für die nächsten vier Jahre von den rund 200 eingeladenen Delegierten neu gewählt. Erneut wurde Jochen Glaeser, Landrat a.D., zum Präsidenten des Badischen Roten Kreuzes gewählt. Ebenfalls zur Wiederwahl standen die Vizepräsidentin Eva-Maria Münzer, der Vizepräsident Peter Löchle, der Schatzmeister Stefan Siebert und der Justitiar Michael Merle. Auch sie wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Gast bei der Jahreshauptversammlung war Peter Friedrich, Minister für Bundesrat, Europa und Internationale Angele-genheiten in Baden-Württemberg. Er sprach über die Bedeutung der Wohlfahrtsverbände und die gegenwärtigen Herausforderungen Europas in der Flüchtlingskrise: „Gerade in der heutigen Krise könnte Europa viel von den Wohlfahrtsverbänden lernen. Basierend auf den Prinzipien der Unparteilichkeit, Neutralität und Unabhängigkeit leistet die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung unschätzbare Dienste zum Schutz des Lebens und der Würde von Kriegsopfern und anderweitig hilfsbedürftigen Menschen. Ich bin der Überzeugung, dass wir auch in Europa langfristig nur Erfolg haben werden, wenn die Mitgliedstaaten in der Versorgung der Flüchtlinge gemeinsam an einem Strang ziehen.“ Friedrich dankte den ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeitern für ihren Einsatz. Dabei hob er hervor, dass Deutschland innerhalb der EU eine besondere Bedeutung im zivilgesellschaftlichen Engagement habe. In keinem anderen europäischen Land spiele das Ehrenamt so eine große Rolle wie in Deutschland.

Flüchtlingshilfe ist das Herzstück unserer humanitäre Aufgabe

Präsident Glaeser ging in seiner Ansprache ausführlich auf die aktuellen Herausforderungen des wachsenden Zu-stroms von Flüchtlingen ein. „Hier sind wir sowohl als Hilfsorganisation wie auch als Wohlfahrtsverband dringend gefragt. Dies ist das Herzstück unserer humanitären Aufgabe. Ich bin beeindruckt, mit welchem Engagement die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich mit Kraft und Kompetenz der Sache annehmen.“ Im weiteren Verlauf stellte er auch die aktuelle Entwicklung in der Pflege, den Freiwilligendiensten und des Rettungsdienstes dar. „Die Novellierung des Rettungsdienstgesetzes und die Verankerung der neuen Notfallsanitäterausbildung sowie die Aufnahme der „Helfer vor Ort“ sind ein wichtiger Baustein, den Rettungsdienst auch zukünftig qualitativ auf hohem Standard umsetzen zu können.“

Hohe Auszeichnung für Hannelore Haag und Siegfried Fichter

Neben den Regularien der Landesversammlung verlieh Präsident Glaeser gleich zwei Mal die Verdienstmedaille „Großherzogin Luise von Baden“, die höchste Auszeichnung im Badischen Roten Kreuz, an zwei außerordentlich engagierte Rotkreuzler: die ehemalige Landesbereitschaftsleitung - Hannelore Haag und Siegfried Fichter. Hannelore Haag engagiert sich seit fast 50 Jahren für das Rote Kreuz. Sie trat 1966 in den Ortsverein Freiburg ein und war von 1981 bis 1992 als Kreisbereitschaftsleiterin tätig. Nach vielen Jahren als Stellvertreterin wurde sie 2011 zur Landesbereitschaftsleiterin gewählt. Siegfried Fichter blickt ebenfalls auf viele Jahre aktiver Rotkreuzarbeit zurück. Er trat 1975 in den DRK-Ortsverein St. Georgen ein und ließ sich zur Lehrkraft für Erste Hilfe und Sanitätsdienst und auch als Rettungsassistent ausbilden. Von 1994 bis 2010 hatte er das Amt des Kreisbereitschaftsleiters im Kreisverband Villingen-Schwenningen inne. Nach zwölf Jahren in stellvertretender Position wurde er 2011 zum Landesbereitschaftsleiter gewählt. Das zentrale Augenmerk der Arbeit von Hannelore Haag und Siegfried Fichter lag in der Entwicklung und einer inno-vativen Ausrichtung des Bevölkerungsschutzes und hier besonders auf der qualifizierten Aus- und Weiterbildung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Besonders hervorzuheben sind die Vorbereitung des Einsatzes beim NATO-Gipfel 2009 und beim Papstbesuch 2011. Sie leiteten beide Male das Führungs- und Lagezentrum. Ganz aktuell in diesem Jahr waren Hannelore Haag und Siegfried Fichter für die Bedarfsaufnahmestelle Villingen-Schwenningen als Koordina-toren zwischen Regierungspräsidium und Landesverband im Einsatz. Hannelore Haag und Siegfried Fichter stellten sich dieses Jahr nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung. Sie wurden von Präsident Jochen Glaeser zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Zahlreiche Ehrenamtliche verabschiedet

Ebenfalls verabschiedet wurden im Rahmen der Landesversammlung: Maria Silies, Brigitte Stolz, Christoph Dennenmoser und Michael Markwirth (alle seit 2011 stellvertretende Landesbereitschaftsleitung). - Landesarzt Dr. Peter Mayer (seit 2003) - Siegfried Kottwitz (seit 2009 Landesleiter der Sozialarbeit) - Alexander Butler (nicht anwesend, seit 1991 JRK-Landesleiter) - Sören Hildebrand (JRK-Landesleiter seit 1999 und seit 2015 hauptberuflich als Landesjugendreferent im Landesverband tätig). Präsident Glaeser dankte allen für das außerordentliche Engagement und die ehrenamtliche aktive Mitarbeit. Er überreichte jedem eine DRK-Gedenkmünze und ein Buch, das anlässlich des Jubiläumsjahres 2013 in limitierter Son-derauflage erschienen ist.

23. November 2015

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