„Winter in Lviv“ – Alte Menschen in Lemberg brauchen weiter Hilfe!

Matinee mit Filmvorführung am 14. Oktober in der Freiburger Harmonie

Der DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz ist seit über 20 Jahren in Lviv/Lemberg aktiv und unterstützt dort ein Medico-soziales Zentrum des Ukrainischen Roten Kreuzes. Die Spendenmittel aus Baden ermöglichen zum einen die Beratung und Betreuung von KZ- und Ghettoüberlebenden, zum anderen die Unterstützung verarmter alter Menschen im Stadtgebiet mit kostenlosen Medikamenten. Diese Arbeit wird von hoch engagierten Krankenschwestern geleistet, die die Patienten betreuen und vor allem die dringend notwendigen Arzneimittel verteilen. Das Pflegepersonal wurde bis Dezember 2016 vom ukrainischen Gesundheitsministerium finanziert. Dann stellte dieses landesweit die Gehaltzahlungen für die Rotkreuz-Schwestern ein.

Mit Spendengeldern wird die Sozialstation in Notbesetzung derzeit weitergeführt, eine langfristige Finanzierung aber fehlt. Für die betreuten Patientinnen und Patienten ist das eine Katastrophe.
Mit der Kampagne und dem Film „Winter in Lviv“ will der DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz das Hilfsprojekt dauerhaft sichern.

Zur Auftaktveranstaltung des Projekts mit der Deutschlandpremiere des Films

„Winter in Lviv“
am 14.Oktober 2017, um 11.00 Uhr
im Kino Harmonie
Grünwälderstraße 16-18,
79098 Freiburg

sind Medienvertreter wie auch die Bevölkerung herzlich eingeladen; der Eintritt ist frei!

Winter in Lviv – die Idee
Die Kampagne „Winter in Lviv“ hat zum Ziel, die Arbeit der Krankenschwestern für fünf Jahre zu sichern. Dafür sind 100.000 Euro notwendig. Das Gehalt einer Krankenschwester für ein ganzes Jahr kostet 2000 Euro. Diese Summe kommt oft schon bei einem Weihnachtsbasar zusammen.

Winter in Lviv – der Film
Der Winter ist die härteste Jahreszeit für Rentner, für Menschen, die im Winter ihres Lebens stehen. Daher der Name der Kampagne und des gleichnamigen Films „Winter in Lviv“. Vier Frauen aus der westukrainischen Stadt erzählen von ihrem Schicksal. Da ist die Mutter, die ihren gefallen Sohn ein Jahr lang sucht, um ihn daheim beerdigen zu können. Eine fast 100-jährige KZ-Überlebende mahnt für den Wert des Lebens. Einblick in ihr Los gewährt, eine verarmte Rentnerin, die sich mit ihrem Handwagen voller Altpapier zur Sammelstelle quält, um zu überleben. Nicht zuletzt zeigt der Film Rotkreuz-Schwester Olha Roman, die mit ihren 75 Jahren weiterhin zu ihren Klienten geht, obwohl die Sozialstation gerade geschlossen wurde.

Winter in Lviv – die Kampagne:
Das Projekt soll vor allem Schulen, Universitäten und natürlich Rotkreuzgliederungen ansprechen. Alle können sich aktiv beteiligen: den Film für den Unterricht und öffentliche Vorführungen von der Homepage „Winter in Lviv“ herunterladen (www.winter-in-lviv.org), die Ausstellung „roter Winkel, hartes Leben“ buchen, in der KZ-Überlebende, die das Zentrum versorgt, ihre Schicksale bis ins Heute erzählen oder mit Aktionen für die Rotkreuz-Schwestern in der Ukraine sammeln. Außerdem können die Filmemacher Till Mayer und Pirmin Styrnol für Vorträge gebucht werden.

Winter in Lviv – die Macher
„Winter in Lviv“ ist die erste Film-Dokumentation von Journalist Till Mayer. Seit zehn Jahren engagiert er sich für notleidende Rentner in Lviv. Seine Artikel und Fotos generierten so viele Spenden, dass das Medikamenten-Projekt ins Leben gerufen werden konnte. Chronisch kranke und verarmte Rentner (die Durchschnittsrente beträgt knapp 50 Euro im Monat) bekommen kostenlos Medikamente. Gemeinsam mit seinen Kollegen Pirmin Styrnol (Regie), Steffen Hendriks (Kamera), Maik Styrnol (Ton und Musik) und Dustin Hemmerlein (Schnitt und Kamera) drehte er den Film –ehrenamtlich!

Freiburg, 10.10.2017

Spendenhotline

Tel: 0761-88336600

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